Kunst in Erlangen


Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
(bearbeitet von H. Hedayati )
 
Stadtplan




Friedrich-Alexander-Universität Erlangen ...

"Bei Baumaßnahmen im staatlichen Hochbau sind, gemäß Richtlinien für die Durchführung von Hochbaumaßnahmen der Staatsbauverwaltung (RLBau), bis zu 2% der reinen Bauwerkskosten für Aufträge an Künstler/innen vorzusehen, - soweit Zweck und Bedeutung der Gebäude dies rechtfertigen. Diese Regelung entspricht dem in der Verfassung festgeschriebenen Anliegen des Freistaates Bayern, "Wissenschaft und Kunst" zu unterstützen und zu fördern. "
Bei der vorliegenden Veröffentlichung "Kunst in Erlangen" habe ich mich hauptsächlich mit Kunstwerken im Öffentlichen Raum und einigen wenigen Kunstwerken auf weg im Eigentum der Universität befasst. Die Angaben über Kunst bei Universitätsgebäuden und Kunstwerken in Universitätsgeländen sind ausführlich auf der Internetseite des Staatlichen Bauamtes, Erlangen-Nürnberg zusammen gestellt.



Südgelände der Universität

Cauerstraße 9

"Gefangene Steine 1"
Hans-Jürgen Breuste aus Hannover
1974
Vier Behältnisse aus Corten-Stahlblech, die jeweils einen den Raum ausfüllenden zylindrischen Granitblock beinhalten.
Diese Arbeit aus Stahl und Granit befand sich ursprünglich im Innenhof der Mensa am Südgelände. Nun steht das Kunstwerk, das ein Spiel mit Form und Material zur Grundlage hat, zusammen mit anderen Breuste-Werken am Neubau der Institute für Werkstoffwissenschaften.
Neben der Skulptur aus vier Stahlbehältnissen, die jeweils einen zylindrischen Granitblock beinhalten, liegt eine mit einem Leonardo-Da-Vinci-Text gravierte Platte:
"Und getrieben von meiner/ Neugierde, zog ich aus/, die von der sinnreichen/ Natur geschaffene große/ Menge vielfältiger und/ eigentümlicher Formen/ zu betrachten."


Südgelände der Universität

"Gefangene Steine 3"
Hans-Jürgen Breuste
1974
Auf dem Geländeareal unter Bäumen liegen mit Stahlband zusammengepackte Steine. Eingefräst auf dem Stahlband - soweit leserlich- ist:
"Stein/ohne Eile kommen und vergehen die Tage.                          Nichts Unerwartetes geschickt
Die Steine verblassen im Licht und in der Erinnerung.               Ein Mann nimmt sich einen Stein als Kopfkissen.
Ein andere, der Schwimmen geht, legt seine Sachen unter einen Stein, damit sie der Wind nicht fortweht.             ....Wieder ein anderer benutzt einen Stein als Sitzbank...."    (Jannis Ritsos, 1963)ppppppppppppppppppp



Südgelände der Universität

Rommelstraße

"Gefangenen Steine 2"
Hans-Jürgen Breuste
1977
Eine Objektgruppe, bei der sieben durch Stahlbänder "gebündelte" Granitblöcke aufeinander geschichtet liegen. Dabei handelt es sich um eine Arbeit des renommierten Künstlers Hans-Jürgen Breuste, die ihren Platz auf dem Südgelände der Universität an der Rommelstraße (Neubau der Institute für Werkstoffwissenschaften/Eingang zur Gruppe Chemie) gefunden hat.
Der 1933 geborene Breuste zählt zu den wichtigen Vertretern der politisch engagierten Kunst und setzt sich immer wieder mit den Tücken der modernen Zeit auseinander. In seinen Arbeiten thematisiert der aus Hannover stammende Bildhauer regelmäßig auch das Aufeinanderprallen von Natur, Mensch und Technik.
Seine im Jahr 1977 aufgestellten "Gefangenen Steine" aus Stahl und Granit - ursprünglich kombiniert mit einem Wasserbecken werden ergänzt durch Stahlplatten mit Versen des Griechen Jannis Ritsos (1909-1990). Der international renommierte Lyriker und Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung war nach dem Zweiten Weltkrieg mehrfach aufgrund seiner kommunistischen Überzeugung interniert.
Interessant ist zu sehen, wie sich über die Jahre die Natur dieses Kunstwerk "erobert" hat. Jetzt wirkt es fast so, als ob es vollständig in das kleine Wäldchen integriert sei.


Südgelände der Universität

(Naturwissenschaftliche Fakultät /großer Teich)

"Schwimmender Stein"
Hermann Kleinknecht
1986
Bei der 1986 angeschafften, auf der Wasseroberfläche liegenden Skulptur handelt es sich um einen oval geformten Stein aus hellgrauem Carrara-Marmor, der auf einem Betonfundament in Höhe des Wasserspiegels aufliegt.
Zu den Intentionen seines Werkes hatte sich Kleinknecht damals nicht geäußert. Doch gerade die Wahl des Standorts für ein Kunstwerk, das mit den Naturgesetzen und ihrer Beweisbarkeit spielt, zeugt von einer gehörigen Portion Ironie.
Kleinknecht wurde 1943 in Bad Berneck geboren. Er lebt und arbeitet seit vielen Jahren in München.



Südgelände der Universität

(Naturwissenschaftliche Fakultät)

Hoffen und Warten
Christian Meyer
1986
Biologikum - Treppenhaus im Südosten des Foyers. Intention des Künstlers: unbekannt
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Südgelände der Universität

(Auf dem Gelände der Technischen Fakultät, westlich der Chemischen Institute)

"Objekt für gute Gedanken"
Marian Bogusz
Anfang der 70er Jahre
Zwischen Bäumen steht eine Metallskulptur mit einem beweglichen Mittelteil. 28 segmentförmig gekrümmte Stahllamellen, radial angeordnet, umgeben kreisförmig ein auf einer senkrechten Achse kugelgelagertes, leicht drehbares Element aus zwei hohlspiegelartigen, miteinander durch Stahlrundstäbe verbundene Metallscheiben. Die äußeren Lamellen sind - von innen nach außen abgestuft - in Orange- bis Rottönen lackiert.
Bogusz nimmt mit seiner Farb- und Formen-Auswahl Bezug auf die angrenzende Architektur und hofft, mit einer Arbeit, die nicht nur "Schmuck" für ein Gebäude ist,Diskussionen anzuregen. "Was soll das darstellen?", fragte damals etwa ein Arbeiter. Bogusz antwortete: "Gefällt es Ihnen?" Arbeiter: "Das weiß ich nicht." Bogusz: "Etwas darstellen soll es nicht." Arbeiter: "Ja, wenn es nichts darstellen soll, dann gefällt es mir."



Südgelände der Universität

(zwischen Hörsaal der Naturwissenschaftlichen Fakultät und dem Institut Biologikum)

Drei Skulpturen aus monumentalen Tropenholzstämmen
Rudolf Wachter

Monumental war das Material, das der Künstler für die Werke verwendet hat. Monumental deshalb, weil Rudolf Wachter seine drei Großobjekte aus Tropenholzstämmen angefertigt hat. Die allein schon durch ihre Größe beeindruckenden Naturmonumente verwandelte der vielfach ausgezeichnete Bildhauer (u.a. ist er Ehrenmitglied der Münchner Akademie der Bildenden Künste und Träger des Münchner, des Schwabinger und des Rosenheimer Kunstpreises) mit Hilfe von Diagonal-oder Schrägschnitten in Außenskulpturen, die den öffentlichen Raum zwischen Hörsaal der Naturwissenschaftlichen Fakultät unddem Institut Biologikum gestalten, prägen und ordnen. Für Wachter war vor allem die Arbeit mit Schnitten für das Werk entscheidendDadurch und durch die Anordnung würden dann "Grundbegriffe der Bildhauerei, der Architektur, der Statik überhaupt" sichtbar.


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Südgelände der Universität

(Biologikum)

"Hülsenfrucht"
Kunihiko Kato

Angeregt für "Lebewesen - SG86", das vor dem Biologikum auf dem Südgelände steht, wurde der Fürther Künstler durch Flora-Studien. Eigentlich kein Wunder, dass die 4,20 Meter hohe Skulptur aus schwarzen Granitstein den Spitznamen "Hülsenfrucht" trägt. Besonders glücklich ist der Meisterr, dass die Steinskulptur durch Blütenpollen des angrenzenden Kieferwäldchens eine Patina bekommen hat und "wie von Natur gewachsen" wirkt.
Der aus Japan stammende Künstler Kunihiko Kato, lebt und arbeitet seit seinem Studium an der Akademie in Nürnberg und ganz Franken.



Südgelände der Universität

(Technischen Fakultät)

Säulenpaar
Bernd Klötzer
1994
Das Säulenpaar von Bernd Klötzer befindet sich im Atrium-Innenhof des Verbundlabors der Technischen Fakultät.
Bernd Klötzer wurde 1941 in Nürnberg geboren und studierte dort an der Akademie für Bildende Kunst. Seit 1987 arbeitet er als freischaffender Künstler.
Bei seiner Auftragsarbeit für die Universität handelt es sich um zwei Säulen, die den Zugangsweg zum Haupteingang flankieren. Eine besteht aus fünf gleichgroßen Stahl-Zylindern, die andere aus fünf Stahl-Würfeln. Die Würfel entstanden durch Schmieden von Zylindern, die das gleiche Volumen hatten. Die linke Säule ist daher mit ihren 1,90 Metern kleiner und unregelmäßiger als die rechte, die es auf 2,50 Meter bringt. Zur Intention der Arbeit aus dem Jahr 1994 erklärte Bernd Klötzer:
"Die Arbeit soll das Eigenleben des Materials Eisen zum Ausdruck bringen Dementsprechend wird die Farbe der Säulen durch die Oxydation bestimmt. Form und Inhalt werden durch den Gestaltungsprozess in Beziehung gesetzt."


Südgelände der Universität

(Naturwissenschaftliche Fakultät)

Wandrelief
Ritzi Jacobi
1986
Wandrelief aus naturfarbenem Sisal, Hanf, Baumwolle und Tierhaargarnen. (Wandfläche im Treppenhaus) mmmmmmmmmmm
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Südgelände der Universität

(Institut für Verfahrenstechnik)

"Dialog"
Till Augustin
1994
Dieses "spitzige, stählerne" Kunstwerk steht auf der Wiese vor dem Institutsgebäude. Ein Werk, das 1994 für die Freiflächen zwischen Institutsgebäude und Versuchshalle am Institut für Verfahrenstechnik der Friedrich-Alexander-Universität am Südgelände angeschafft wurde. Seine Intention hat der in Nürnberg lebende Autodidakt (Jahrgang 1951) in fast schon typischer Form zu Papier gebracht: "Alles Denken ist Dialog. Ein Monolog existiert nicht. Nur im Theater. Der innere Dialog ist fortwährend. Der Dialog der andren: manchmal. Der Dialog in seiner Gegensätzlichkeit. Einblicke schaffen - aber auch durchschaut werden. Durchdringen - aber auch durchbohren. Auf den Punktgenau treffen. Die gleiche Sprache sprechen - aber andere Sprachbilder haben. Der Dialog, Basis aller wissenschaftlichen Arbeit."


Südgelände der Universität

(Hochdrucklabor der Technischen Fakultät)

Vier Würfel
Bernhard Rein
Anfang der 80er Jahre
Eine Stele bestehend aus vier Würfeln aus Muschelkalk. Drei dieser Würfel haben eine geschliffene Oberflache, der vierte ist mit einem Flechtornament versehen.
Das Kunstobjekt, das ein wenig an keltische Kultobjekte erinnert, steht im Eingangsbereich des Hochdrucklabors der Technischen Fakultät und wurde Anfang der 80er Jahre vom Erlanger Bernhard Rein geschaffen. Rein arbeitet seit 1963 in seiner Geburtsstadt als freischaffender Künstler. Über die Intention sagte der Künstler:
"Der Knoten am Bunkerkopf soll symbolisch das Gebäude, in dem mit hohen Drucken experimentiert wird, zusammenhalten. Das gleiche gilt für die Stele, dessen unendliches Flechtwerk den Kern zusammenhält."



Südgelände der Universität

(Naturwissenschaftliche Fakultät)

"Penrosestrukturen"
Fred Ziegler
2003
Auf dem Gelände der Naturwissenschaftlichen Fakultät beim Neubau für den Lehrstuhl Kristallographie und Strukturphysik sind die so genannten "Penrosestrukturen" zu finden - bedruckte Glasflächen, die den Eingangsbereich des Instituts schmücken. Geschaffen hat sie der Künstler Fred Ziegler im Jahr 2003.
Formaler Ausgangspunkt der Gestaltung sind Penrose-Pflasterungen, die eng mit der Belegung einer Fläche mit einer quasi-kristallinen Ordnung verknüpft sind. Aus einer spitzen und einer stumpfen Raute als Grundmuster und einer genau festgelegten Anordnungsfolge entsteht ein beliebig ausdehnbares Pflaster mit fünfzähliger Symmetrie.
Die künstlerische Gestaltung soll im Zusammenspiel mit der transparenten Architektur und der Verwendung von Formen aus dem Lehrinhalt dem Gebäude ein attraktives äußeres Erscheinungsbild geben und das Tageslicht durch die farbige Transformierung und Projektion nach Innen bringen. Dazu wurden Fensterflächen der Fassade im Glassiebdruck mit den überarbeiteten Penrosestrukturen gelb bedruckt. In der Wand hinter den strukturierten Fenstern erscheinen deckungsgleich nochmals die gleichen Muster. Sie sind jedoch aus Holzplatten geschnitzt und schwarz lackiert, während die Vertiefungen mit der sichtbaren Arbeitsstruktur in verschiedenen Gelbnuancen gefasst sind. Die Reliefs sind bündig in die graue Wandfläche eingelassen. Bei den drei monochromen Holztafeln unter der Decke ist die physikalische Struktur vollständig in die Malerei integriert.

Südgelände der Universität

"roter Platz"

Ensemble von drei Maschinenfiguren
Joachim Bandau
1975
Die 1975 von der Universität erworbene Figurengruppe steht am Südgelände der Uni, auf dem "roten Platz" vor dem zentralen Mensa-, Bibliotheks- und Hörsaalgebäude. Dabei handelt es sich um eine Arbeit aus Corten-Stahl von Joachim Bandau, der mit seiner Arbeit das Thema Technik auf verspielte Weise aufgreift. Denn von ihm wurden die Maschinenfiguren so konstruiert, dass sich über eingebaute Motoren die T-Teile durch langsame, synchrone gegenläufig und rechtwinklig ablaufende Bewegungen in einem Fünf-Stunden-Rhythmus in ihren Stellungen durch Auf- und Abwärtsbewegungen verändern.
Der Effekt: Die Figuren wirken so, als ob sie nicken oder sich verbeugen.
Das Bild rechts zeigt den Zustand im Mai 2012.



Südgelände der Universität

(Cauerstraße 9, Mathematik und Informatik)

"Störe meine Kreise nicht!"
Jams Reineking
2012
Die EN in ihrer Ausgabe vom 6. Juni 2012:
"Die fünf Meter hohe Arbeit erinnert an den Turmbau zu Babel und verweist auf die Aussage des antiken Mathematikers und Denkers Archimedes "Noli turbare circulos meos !" (Störe meine Kreise nicht!). Sie beruft sich auf den Kreis als perfekte Form und auf die Rationalität des Denkens schlechthin. In seiner labil bewegten, aber stabilen Haltung sind fünf einfache Ringe beziehungsweise Zylinder aufeinander gestapelt, wodurch sich Ein- und Durchblick sowie ponderierte Verbindungsstellen ergeben.
Der labile Moment könnte sich ebenfalls auf den Ausspruch von Archimedes beziehen, ist doch die Forschung auch von dem eisernen Willen, neues Wissen zu eruieren, zu fassen und begreifbar zu machen. Durch die Formsprache der Rundungen setzt sich Reinekings Arbeit vom strengen geradlinigen Neubau von Mathematik und Informatik ab, durch den auf der Primzahl Fünf begründeten Aufbau schließt er sich aber zugleich - an diesen in seinem Aufbau der Stockwerke im Rhythmus 3-2-5 an."


Südgelände der Universität

(Cauerstraße Technische Fakultät)

Zwei gleichgroß
Edgar Gutbub
1994
Zwei von der Grundfläche her gleichgroße Steine aus rotem Granit, gesägt und teilweise innen poliert.
"Die Innenräume sind zum Sitzen geeignet und erwünscht. Sitzend im quadratischen Stein: vom Stein umschlossen; sitzend im dreieckigen Stein: gute Rundumsicht". mmmmmmmmmmmppppppppppppppppppppppppppppppppppppppp


Südgelände der Universität

(Neubau der Institute für Elektrotechnik)

"Würfelpyramide"
Alf Lechner
1972
Der Standpunkt dieser Stahlkonstruktion aus drei kubischen Räumen ist der Platz vor dem Neubau der Institute für Elektrotechnik am Südgelände.
Das Kunstwerk ist typisch für das Werk des 1925 geborenen Künstlers, dem in Ingolstadt ein Museum gewidmet ist. Die Lechner-Schau "Bizarre Flächen" unter www.lechner-museum.de. Ausgangspunkte für seine Arbeiten sind geometrische Grundformen wie Kreis, Quadrat, Rechteck oder Quader, aus denen Lechner provozierend reduzierte Stahlplastiken schafft. Lechner selbst formuliert seine Intention folgendermaßen: "Ich will durch planmäßige Zerlegung, Verbiegung und Neuordnung der Teile einer einfachen Form systematisch geordnetes Denken...sinnlich wahrnehmbar machen." Im Jahr 2000 wurde Alf Lechner mit dem Friedrich-Baur-Preis der Bayrischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet.
Das Bild rechts zeigt den Zustand im Mai 2012.



Südgelände der Universität

(Cauerstraße/Kurt-Schumacher-Straße)

Wegweiser
Alf Lechner
1980
Die Plastik steht an der Ecke Cauerstraße/Kurt-Schumacher-Straße und wurde im Jahr 1980 vom Münchner Bildhauer Alf Lechner geschaffen. Sie ist als Wegweiser zur Technischen Fakultät anzusehen und besteht aus zwei 17 Meter langen Stahlprofilen, welche gegeneinander versetzt unter einem Neigungswinkel von 45 Grad in eine quadratische Betonplatte eingelassen sind. Die absolute Höhe entspricht mit 12 Metern der Höhe der benachbarten Bäume. Die beiden Stangen bilden Diagonalen in einem Würfel über der betonierten Betonplatte.
Alf Lechner, Jahrgang 1925, erhielt für sein künstlerisches Wirken unter anderen den Förderpreis der Stadt München und den Kunstpreis der Akademie der Künste. Im Jahr 2000 wurde in Ingolstadt das Alf Lechner Museum eröffnet.


Südgelände der Universität

(Technologiebau der Mikroelektronik)

Kunstwerk
Meide Büdel
1994
Eine futuristische Fassade samt dazu passendem Kunstwerk. Dabei handelt es sich um ein Objekt von Meide Büdel, das sich im Wasserbecken vor dem Technologiebau der Mikroelektronik auf dem Südgelände der Universität erhebt.
Die 1961 in Bad Mergentheim geborene Künstlerin, lebt in Berlin und Nürnberg. 1993 wurde sie mit dem Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet. Meike Büdels Intention zu ihrem 1994 von der Uni angekauften Werk:
"Die Größe des Objektes stellt ein glaubhaftes Pendant zur Dimension der Anlage dar, die Schräge bringt eine zusätzliche Spannung zur Symmetrie derselben. Auch ohne Bewegung hat das Objekt durch seine Präsenz eine große, optische Kraft. "
Das hohe, schlanke Objekt steht schräg im Wasserbecken. Der Eisenkörper, der im Boden verankert ist, fungiert als Rahmen für einen nach oben konisch verlaufenden Holzkubus, der wiederum mit einem im Vergleich kürzeren Eisenkubus verbunden ist. Dieser Innenkörper aus Holz und Eisen läuft auf einer Achse, die mit dem äußeren Rahmen verbunden ist. Der Innenkörper passt sich in seiner Stärke und Länge exakt dem Rahmen an. Wenn es regnet, nimmt das Holz Feuchtigkeit auf, wird schwerer und bewegt sich nach unten. Wenn die Sonne scheint, wird dem Holz Feuchtigkeit entzogen und der Holzkubus bewegt sich wieder nach oben.



Südgelände der Universität

(Cauerstraße)

Fokussierendes Mittelungsgerät
Bogomir Ecker

Das bewegliche "Mittelungsgerät" aus Alu-Guss ist auf einer 42 Meter langen Stahlschiene, die auf 2,70 Meter hohen Stahlträgern montiert ist, angebracht. Der Beginn des Trägers soll "eine Art Wegmarke, eine Eingangssituation zum Gebäude" bilden. Der Eisensteg selbst endet dann in der Unübersichtlichkeit des Waldstücks Der aus Slowenien stammende Hamburger Künstler, dessen oft mit viel Ironie versehenen Werke unter dem Begriff "Neue Skulptur" bekannt wurden, sagte über seine Intention für die auf dem Gelände der Technischen Fakultät aufgestellte Arbeit:
"Ich denke an ein Objekt, das, wie eine Art Unruhe auf dem langen Eisensteg sich befindend, in der Ausstrahlung so etwas wie Fokussierung assoziiert, an Mittelungsgeräte sowie an Bewegung denken lässt."




Die Aktivitäten von Kunstfreunde in Tennenlohe sind vielfältig.
Seit 1996 findet parallel zur Kirchweih an der Wied eine kulturelle Veranstaltung statt. Im gesamten Stadtteil sind Kunstobjekte zufinden.
Fast alle Trafostationen sind künstlerisch verziert.
Dank der Aktivität von Künstlern wie Dieter Erhard geben viele Informationen Zeugnis über die Kunstobjekte in Tennenlohe. Aus diesem Grund wird von einer genaue Beschreibung der Kunstobjekte in diese Zusammenstellung verzichtet.


Ares
An der Wied

Goldene Ernte
An der Wied

Mexicana
An der Wied

Mutter Erde
An der Wied

Civilisation Clock
An der Wied

Büsche
An der Wied

Vision Mundo
Indigena

Im Gäßla

Urvogel
Sebastianstraße

Lauscher
An der Wied

Xochipilli
An der Wied

Schlafende Prinzesin
Lannersberg

o.T.
An der Wied

Dialog
Sebastianstr.

Justicia Indigena
Sebastianstr./
Im Gäßla

o.T.
Wetterkreuz/
Sebastianstr.

Madre
Lannersberg

Friendship
Lannersberg/
Leitensteig

Begegnung
Am Bach

Freundschaft
Lachnerstr./
Haselhofstr.

Kunstachse
Lachnerstraße

Moctezuma
Sebastianstr./
Im Gäßla





Symbolische Zollschranke


2005
Gestaltet von Polnischen Künstlern während der Fiesta de Arte 2005. Die beiden Säulen erinnern an die Geleits- und Zollstation, die seit 1386 an der Straße Nürnberg-Erlangen von den Markgrafen hier betrieben wurde.




"Fiesta de Arte"

Jährlich am 3. Wochenende im August findet ein Kunstfest parallel zur Tennenloher Kirchweih statt: die "Fiesta de Arte".
Im April 1995 stellte der Erlanger Künstler Dieter Erhard, der damals in Erlangen-Tennenlohe die "Galerie im Gässla" betrieb, bei der Stadt Erlangen den Antrag, während der Kirchweih die Weiherwiese an der Wied für kulturelle Veranstaltungen nutzen zu dürfen. 1996 fand die erste "Fiesta de Arte" statt.
Kunstkreis Tennenlohe e.V. lädet in jedem Jahr vier bis sechs Maler und plastische Künstler aus dem Ausland und die gleiche Zahl Künstler aus unserer Region ein. In den letzten Jahren ist es dem Kunstkreis Tennenlohe e.V. gelungen, eine sehr persönliche Atmosphäre zu schaffen.



Walderlebniszentrum

"Metamorph"-Säule
Dieter Erhard
2007
1000 Jahre Geschichte des Reichswaldes, dargestellt auf einer etwas mehr als zwei Meter hohen Säule, sind "im Schnelldurchlauf" am Eingang zum Walderlebniszentrum Tennenlohe zu betrachten.
Geschaffen wurde die Arbeit mit dem Namen "Metamorph" von Dieter Erhard. Der Tennenloher ist seit vielen Jahren mit seinen Arbeiten in der Region präsent. Als Initiator der "Fiesta de Arte" sorgte er zudem dafür, dass seit Jahren in Tennenlohe mit dem Skulpturenpark Kunst aus aller Welt im öffentlichen Raum präsentiert wird.
Über einen integrierten Bildschirm informiert die Stele Video über die vielfältigen Aktivitäten des Walderlebniszentrums.


Bianca


Dieter Erhard
2006
Eine von dem ansässigen Künstler Dieter Erhard geschaffene vier Meter hohe Beton-Säule mit einem rotem Wetterhahn, die einen direkten Bezug zu der in der Nähe befindlichen Straße "Wetterkreuz" herstellt.




Mosaik Boden


Veronika Birk
2008
Veronika Birk hat für den Kunstkreis Tennenlohe ein Mosaik geschaffen, das nun den Boden der seit dem Jahr 2001 bestehenden kleinen Bühne auf der Wiese an der Wied in Tennenlohe schmückt. Gemeinsam mit vielen Helfern gestaltete die Künstlerin ein farbenfrohes Sonnenrad. Dort findet alljährlich die "Fiesta de Arte" statt.



"Meilenstein"

Dieter Erhard
2006
Ein "Meilenstein" im Forstwald, Steinernes Kunstwerk.

Vier Meter hoch und 7,2 Tonnen schwer ist der "Quellstein" aus Kleinrinderfelder Muschelkalk, der auf halber Strecke des neuen Pfades zwischen dem Walderlebniszentrum Tennenlohe und den Przewalski-Pferden aufgestellt wurde.
Der beeindruckende "Koloss" ist ein gemeinsames Geschenk des Tennenloher Künstlers Dieter Erhard und des Rotary-Club Erlangen-Schloss. Das Walderlebniszentrum Tennenlohe und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken können sich darüber besonders freuen. Schließlich haben sie damit in ihrem nahen Umfeld nun einen weiteren interessanten Anziehungspunkt dazu bekommen.
Oben auf dem Stein breitet eine goldene Figur ihre Arme aus. Davor, viel kleiner und auch vergoldet, stehen ein Pferd und ein Auerhahn, stellvertretend für alle Tiere. Das Pferd weist zudem auf das Pferdeprojekt des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken hin. Der Auerhahn schlägt eine Verbindung zu dem früheren Auerwildvorkommen im Reichswald.




"Tennenloher Kunstförderpreis" an der Wied

Acht Studenten von Kunsthochschulen
2011
Kunstförderpreis 2011

Zum zwölften Mal verwandelt sich die Weiherwiese an der Wied in Tennenlohe in eine kleine Zeltstadt. Der Grund dafür ist die "Fiesta de Arte 2008", die vom 15. bis zum 17. August - parallel zur örtlichen Kirchweih - stattfindet.
Förderpreis wurden an ein Kunstwerk, eine fünfeckige Pyramide aus Aluminium, die im Teich platziert ist, vergeben. Dort schwimmt sie nun zwischen Seerosen und Goldfischen vor der Silhouette der Kirchturmspitze und symbolisiert die Symbiose von Hightech und Tradition.

Für weitere Kunstwerke klicken Sie bitte auf das nebenstehende Bild.




"Tennenloher Kunstförderpreis" an der Wied

Gesteinsbrocken treffen auf Kinetik
2012
Kunstförderpreis 2012

Zum zwölften Mal verwandelt sich die Weiherwiese an der Wied in Tennenlohe in eine kleine Zeltstadt. Der Grund dafür ist die "Fiesta de Arte 2008", die vom 15. bis zum 17. August - parallel zur örtlichen Kirchweih - stattfindet.
Im Mittelpunkt der diesjährigen "Fiesta de Arte" stehen diverse plastische Arbeiten. Diese bilden zusammen mit den anderen rund 30 Kunstwerken, die sich im Laufe der Jahre "angesammelt" haben, eine Art "Kunstparcours" auf der Wiese.

Für weitere Kunstwerke klicken Sie bitte auf das nebenstehende Bild.


Theaterplatz

"Quellstein im Labyrinth"
Bernhard Rein
1997
Der vom Erlanger Künstler Bernhard Rein gestaltete Brunnenstein befindet sich in der kleinen Grünanlage am nördlichen Theaterplatz. Dabei handelt es sich um einen etwa einen halben Meter hohen Muschelkalkstein, aus dessen Mitte das Wasser durch ein kleines Loch heraussprudelt. Entlang des Brunnenkörpers sind spiralförmig Rinnen eingearbeitet, durch die das Wasser auf eine mit Steinen gepflasterte Unterlage abfließen kann.
Der Brunnen besitzt eine ganz besondere Geschichte, denn er wurde von der Mutter des Künstlers, Margarete Rein, gespendet. Schließlich befand sich Bernhard Reins Elternhaus am Theaterplatz.