strassen_und_namen07.html


Teil 1
Gedicht
Teil 2
A - E
Teil 3
F - J
Teil 4
K - N
Teil 5
O - S
Teil 6
T - Z
Teil 7
Stadtteile
Teil 8
Numerierung
Teil 9
Anmerkung

 
(bearbeitet vonH.Hedayati )
Stadtplan

Straßennamen Erlanger in Stadtteile



1. Alterlangen 2. Bruck 3. Büchenbach 4. Dechsendorf 5. Eltersdorf 6. Erlangen-Süd

7. Frauenauarach 8. Kosbach 9. Kriegenbrunn 10.Sieglitzhof 11. Tennenlohe


1. Alterlangen

Am 25.03.1948 beschloss die Stadt Erlangen in den Vororten Alterlangen, Bruck und Büchenbach Straßennamen einzuführen. Stadtarchivar Johannes Bischoff griff zunächst auf alte Flurnamen (Erlenfeld, Goldberglein, Lerchenbühl) und ortsweisende Namen (Kosbacher Weg, Membacher Weg) zurück. In den letzten 50 Jahren entstanden in Alterlangen mehrere Neubauviertel, die zur besseren Orientierung meist einheitlich benannt wurden. Das westlich der Möhrendorfer Straße bzw. der Schallershofer Straße gelegene in den 50er und 60er Jahren bebaute Gebiet erhielt Vogelnamen (Amselfeld, Dompfaffstraße, Krähenhorst), im Viertel östlich der Möhrendorfer Straße, ebenfalls aus den 50er Jahren, dominierten die Künstlernamen (Spitzwegstraße, Waldmüllerstraße). Durch den Bau des Main-Donau-Kanals wurde 1970 eine neue Verbindung nach Büchenbach erforderlich (Kosbacher Damm). Im jüngsten Neubaugebiet zwischen St. Johann und Alterlanger Straße entstand Ende der 70er Jahre ein Erlanger " Stifterviertel" (Heindelstraße, Killingerstraße).

2. Bruck

Am 25.03.1948 beschloss die Stadt Erlangen in den Vororten Alterlangen, Bruck und Büchenbach Straßennamen einzuführen. Dabei griff sie auf bereits gebräuchliche Bezeichnungen ( Fürther Straße, Judengasse, Schorlachstraße ) sowie auf alte Flurnamen ( Tennenloher Straße, Fürstenweg, Buckenhofer Weg ) zurück. Die Straßen, die während und nach dem 2. Weltkrieg entstanden, wie die Brucker Werksiedlung, wurden nach Erfindern, Industriellen und Naturwissenschaftlern (Max-Plank-Straße ) benannt. In den letzten 50Jahren entstanden in Bruck zahlreiche Neubaugebiete, die zur leichteren Orientierung ebenfalls möglichst einheitliche Namen erhielten. So wurde in den 50er Jahren das Straßennamenviertel nach Erfindern (Bunsenstraße) etc. erweitert. Anfang der 60er Jahre entstand an der Gemarkungsgrenze zu Eltersdorf eine Neubausiedlung mit Baumnamen. Ende der 70er Jahre wurden mehrere Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, v.a. aus dem konservativ-christlichen Spektrum (Stauffenbergstraße) geehrt. In den 90er Jahren kam entlang des Brucker Bahnhofes ein Straßennamenviertel nach Erlanger Partnerstädten (Jena) dazu.


3. Büchenbach

Am 25.03.1948 beschloss die Stadt Erlangen in Vororten Alterlangen, Bruck und Büchenbach Straßennamen einzuführen. Dabei wurde auf bereits gebräuchliche Bezeichnungen (Heckenweg, Obere Gasse, Pohlsgäßchen ), auf alte Flurnamen (Holzweg, Forchheimer Straße) sowie auf für Büchenbach bedeutende Persönlichkeiten (Goldwitzerstraße, Jakob-Nein-Straße) zurückgegriffen. Mit dem Bau des Main-Donau-Kanals wuchs ab Ende der 60er Jahre ein neuer Stadtteil in Büchenbach heran (Am Europakanal, Frauenauracher Straße). Die Straßen in den Siedlungen der 70er und 80er Jahre wurden in Anlehnung an die Forchheimer Straße nach Städten und Landschaften Frankens benannt ( Aschaffenburger Straße, Würzburger Ring ). Gleichzeitig entstand mit dem Neubau des Klinikums am Europakanal ein abgeschlossener Stadtteil (In der Reuth) nördlich des Adenauer-Rings. Um einen kleinen Teil historischer Tradition Büchenbachs zu bewahren, wurde in den 90er Jahren bei den Straßenbenennungen westlich des Holzweges die Ortsgeschichte besonderes berücksichtigt, sowohl durch Bezeichnungen nach den überbauten Fluren (Obere Heide, Am Leitenbrünnlein, Höllwiesenweg) als auch nach Büchenbacher Persönlichkeiten (Franz-Steinmetz-Weg, Zambellistraße).

4. Dechsendorf

1960 beschloss der Gemeinderat die Einführung von Straßennamen und wählte hauptsächlich Bezeichnungen beschreibender Natur (Campingstraße) bzw. ehemalige Flurnamen (Altkirchenweg) aus. Jedoch wurden auch Viertel nach Städten und Landschaften aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten (Karlsbader Straße, Hirschensprung), nach Vögeln und Bäumen sowie nach volkstümlichen Schriftstellern gebildet. Lokalen Bezug hatte nur die " Faust- von- Stromberg-Straße". Mit der Eingemeindung mussten von den inzwischen 37 Straßennamen immerhin 27, darunter die Hauptstraße (Brühl) und die Erlanger Straße (Weisendorfer Straße), geändert werden. Die neuen Namen beziehen sich auf den Großen Bischofsweiher (Naturbaderstraße, Schwanenstraße), einige weisen auf die Ortsgeschichte hin (Obleiweg, Rangauweg) und zahlreiche Straßen tragen traditionsbewahrend Flurnamen (Breiter Sand, Heusteg).


5. Eltersdorf

1960 beschloss der Gemeinderat zwar die Einführung von amtlichen Straßennamen, die Hausnummern wurden aber weiterhin in der Reihenfolge des Baujahrs zugeteilt. Diesen verwirrenden Zustand beendete man 1967 durch die Umstellung auf die Straßenweise Hausnumerisierung. Die 43 Straßennamen Erlangens vor 1972 waren v.a. beschreibender Natur (Kreuzsteinerstraße) bzw. ehemalige Flurnamen (Am Anger), einige an der Gemarkungsgrenze zu Bruck bildeten ein Viertel nach Bäumen, weitere hießen nach Landschaften aus den ehemaligen deutsche Ostgebieten. Mit der Eingemeindung 1972 mussten 28 Straßenbezeichnungen, darunter die Innere und Äußere Tennenloher Straße (Weinstraße), umbenannt werden. Es kam zur Bildung eines großen Straßennamenviertels nach Nürnberger Patriziergeschlechtern, die früher zum Teil hier Grundherren waren (Holzschuherring). Weitere Straßen wurden nach Erlanger Persönlichkeiten benannt (Alfred-Mehl-Straße, Wenzelstraße).

6. Erlangen Süd

Nach Erstellung eines Baulinien-Übersichtsplans durch den Münchner Architekten Otto Lasne 1907 verlagerte sich Erlangens Wachstumsschwerpunkt nach Süden. Die in den 20er Jahren vergebenen Straßennamen hatten oft direkten Bezug zur Zeitgeschichte (Rathenaustraße, Pfälzer Straße, Zeppelinstraße). Nach der Machtübernahme der NSDAP entstand in der sozialdemokratisch geprägten Südstadt rund um den heutigen Ohmplatz ein Gebiet mit direktem oder indirektem Bezug zum NS-Regime. Der Ludwig-Donau-Main-Kanal gab Mitte der 30er Jahre die Anregung für ein Flüsseviertel (Mainstraße). Nach dem Krieg wuchs durch die Bautätigkeit der Siemens-Wohnbau GmbH eine zweite "Neustadt" im Süden Erlangens heran, deren Straßennamen sich in drei große Teilbereiche gliedern lassen. Südlich der Ringstraße (Werner-von-Siemens-Straße) kam es Anfang der 50er Jahre zur Erweiterung des nördlich davon (Mozartstraße) angedeuteten Viertels berühmter Komponisten (Schubertstraße). Zur gleichen Zeit ehrte man südlich der Nürnberger Straße zahlreiche Männer, die sich um Entwicklung und Ansehen der Stadt verdient gemacht hatten (J.A.R.v. Stinzig). Östlich der Gebbertstraße entstand zunächst eine Siedlung mit Bezug auf den Reichwald (Sebaldusstraße), bis Ende der 50er Jahre ein Straßennamenviertel daran angeschlossen wurde, das an die Herkunftsgebiete der Heimatvertriebenen erinnert (Breslauer Straße). Mit dem Ausbau des Südgeländes der Technische Fakultät der Friedrich Alexander Universität rundeten in 70er Jahren einige Naturwissenschaftler die Straßenbenennung in Erlangen Süden ab (Cauerstraße).


7. Frauenaurach

1960 beschloss der Gemeinderat zwar die Einführung von amtlichen Straßennamen, die Hausnummern wurden aber weiterhin in der Reihenfolge des Baujahres zugeteilt. Diesen verwirrenden Zustand beendete man 1967 durch die Umstellung auf die Straßenweise Hausnumerisierung in Frauenaurach und Schallershof. Die 60 Straßenname Frauenaurach vor 1970 waren im Ortskern v. a. beschreibender Natur (Brauhofstraße, Ellenbogen) bzw. alte Flurnamen (Heerfleckenstraße), in den Neubaugebieten der Nachkriegszeit entstand je ein Straßennamenviertel nach Dichtern, Denkern und Komponisten sowie eines nach Städten aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. In Schallershof erinnerte man an die Ansiedlung Ungarndeutscher nach 1945 (Schwaben-, heute Ungarnstraße). Mit der Eingemeindung 1972 mussten 34 Straßennamen geändert werden; im Ortsteil Neuses wurden sie erstmals eingeführt (Hirtengang). Der auf das ehemalige Dominikanerinnenkloster zurückgehende Ortsname regte zur Schaffung eines Viertels nach bedeutenden Frauen an; insgesamt wurden 18 der 34 zu ändernden Straßennamen entsprechend umbenannt und später durch weitere ergänzt (Fanny-Hensel-Straße, Maria-Lass-Weg).

8. Kosbach

Im Zuge der Eingemeindung wurden mit Billigung des Ortsausschusses 16 Straßennamen ausgewählt, die sich auf die Teichwirtschaft (u. a. Hechtweg, Im Karpfengrund) bzw. auf alte Flurnamen wie z.B. Hegenigstraße (Mönau) und Reitersbergstraße beziehen.


9. Kriegenbrunn

1972 vergab der Gemeinderat nach den Vorschlägen des Stadtarchivs 16 Straßennamen mit einem thematischen Bezug zu Kriegenbrunn. Die Wallensteinföhre (Naturdenkmäler) regte zur Bildung eines Straßennamenviertels nach Feldherren des 30-jährigen Krieges an (Wallenstein-, Pappenheimer Straße) und der nahe Main-Donau-Kanal zu einem weiteren nach europäischen Hauptstädten (Wiener Straße, Londoner Straße). Die alte Hauptstraße wurde - ähnlich wie z.B. in Eltersdorf - nach dem eingemeindeten Vorort selbst benannt. Da man inzwischen das Hauptstadtviertel als unpassend für das dörfliche Kriegenbrunn empfand, wurden 1989 die Straßen in den Neubaugebieten nach Flurnamen bezeichnet (Huthausplatz, Wolfsstaudenweg).

10. Sieglitzhof

Sieglitzhof hatte seine um 1800 eingeführte Hausnumerisierung trotz Eingemeindung bis 1956 als amtliche Adresse beibehalten. Nur die Sieglitzhofer Straße wurde bereits 1950 benannt, zunächst allerdings nur der Abschnitt südlich der Schwabach. Mit den ersten Neubaugebieten wurden dann 1956 Straßennamen in Sieglitzhof und der Schleifmühlsiedlung eingeführt. Nachdem ein Viertel nach Figuren aus Märchen und der Nibelungensage keine Zustimmung fand, griff man anfangs ausschließlich auf örtliche Flurnamen zurück (u. a. Lampertsbühl, Lange Zeile, Schornfeld und Steinknöck). Seit Anfang der 60er Jahre führte der Bauboom in Sieglitzhof zur Entstehung mehrerer Neubauviertel, deren Straßen nach bedeutenden Männern der Stadt (u. a. Dr. med. h. c. Max Anderlohr, Dr. Ph. Eduard Rühl) sowie nach Erlanger Partnerstädten (Eskilstuna, Rennes) benannt wurden.


11. Tennenlohe

Tennenlohe hatte seine um 1800 eingeführte Hausnumerisierung bis 1961 als amtliche Adresse beibehalten. Bei der überschaubaren Größe des Ortes wurden von den Bewohner bis auf wenige Ausnahmen (Brucker Straße, Im Gäßla) nur Personen- und Hausnamen zur Orientierung verwendet. Anlässlich der Erarbeitung eines Straßen- und Wegebestandsverzeichnisses beschloss der Gemeinderat 1961 die Einführung von amtlichen Straßennamen, die Hausnummern wurden aber weiterhin in der Reihenfolge des Baujahres zugeteilt. Diesen verwirrenden Zustand beendete man 1967 durch die Umstellung auf die Straßenweise Hausnumerisierung. Die gewählten Straßennamen waren v. a. beschreibende bzw. Flurnamen (Am Anger, Am Heiligenholz, An der Wied); einige hießen nach Bäumen (Föhrenweg) sowie nach Städten und Landschaften aus den ehemaligen dt. Ostgebieten (Schönbacher, Sudetenstraße). Im Zuge der Eingemeindung 1972 wurden von den 28 vorhandenen 13 Straßen umbenannt. Nördlich des Hutgrabens überwiegen Bezeichnungen mit Bezug auf den Sebalder Reichswald (Böhmlach, Franzosenweg), südlich davon alte Tennenloher Flurnamen, wie z. B. Am Wolfsmantel oder Wetterkreuz.



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